lardo, jahrgang 1926, erinnert sich der verbrechen die er nicht begangen, aber gedacht hat. ein ausflug in gedankenpolizei-esque wahnvorstellungen eines kriegverweigerers und vollzeit-alkoholikers. begleiten sie lardo auf seinen wegen in seine traum-vergangenheit, ein abyssisches theaterspiel voller lallender monologe, ein querverweis auf opiatmissbrauch und die farbe himbeer. schauen sie zu, wie lardo allein den zweiten weltkrieg [...]

krieg? das war gar kein ausdruck. alles war vollgestellt, töpfe in töpfe gestapelt, bis zur decke und unter den schränken, im kühlschrank, in der spüle und auf getränkekästen. als garbor seinen weiten kapuzenpulli auszog, fiel ihm ein topf direkt aus der kapuze vor die füße. er sackte zusammen, fiel auf den boden und schob mit [...]

am morgen nach dem vorfall mit frau dingenskirchen fühlte sich garbor schuldig. er zog sich eine frische boxershorts an, ging in die blitzblank geputze küche und schaute aus seinem großen fenster. im vorgarten war nichts zu sehen. hatte er nicht gestern abend in einem wahnsinnigen anfall alle töpfe aus dem fenster katapultiert? er ging ins [...]

das gesicht gezerrt mit einem kurzen seufzer suchte garbor das verflixte ding namens messer. einen apfel schneiden wollte er nur fix und dann hatte er die gesamte küche umgegraben. letzter jahr wahr es das selbe: müsli wollte er und dann putzte er fenster bis nach mitternacht, dann noch auflauf vorbereiten und staubsaugerbeutel austauschen. er war [...]