Das Dilemma und zwei Spalten Mutterkuchen

Mein Leben ist ein Gleichnis. Ich stelle niemanden meine Qualen anheim, oder aber die Last, derer ich daran zu tragen haben sollte, werde, angenehm.
Niemand ist schuldiger als ich. Dieses Dilemma hat kein anderer in mir als ich selbst, und das nur mir, zu verantworten. Warum die Strafe von anderen annehmen. Ich selbst. Kein anderer. Ihr nicht, nur ich. Schon wieder 11 Uhr. Und gestern auch. Verdammt seid ihr, ihr Sekundanten der Zeit! Schenktet uns die Stunde, derer wir dann alsbald beraubt werden. So, als ob es nie geschehen wäre. So, als ob die Zeit ein Gut ist, was es sich lohnte, anzubauen. Die Zeit ist keiner Ernte unterworfen. Die Zeit sammelt sich in keinem Becken oder Brunnen, aus dem es sich lohnen würde zu schöpfen. Zeit ist keine Maßeinheit.

Zeit ist ein Zustand, der sich nicht messen lässt, da das Ergebnis bereits verronnen ist, sogleich man es sich wissenschaftlich zunutze machen wollte. Wer anderes behauptet, lügt sich und seinesgleichen gar unvorteilhaft an.

Ich messe dem kein Gewicht mehr bei. Zeit ist loses Werk. Der Mensch ist der Zeit niemals habhaft geworden. Mit Maschinen und Apparaten wurde versucht, etwas zu ergreifen, was wie eine frisch gefangene lebensfrohe Forelle aus der Hand des Anglers wieder in den Flusslauf Ewigkeit entfleucht. Die Uhren der Menschheit mögen etwas zeigen. Aber dieses Maß ist immer zu spät, es hinkt ihr nach. Der Zeit. So, wie wir sie verstehen, spricht sie nicht. Die Zeit. Sie singt in anderen Tönen und Frequenzen.

Ich suche nicht mehr nach den Antworten. Ich springe in die Fluten und lasse mir dabei zusehen.

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