Zwei Korn und eine Tagesdecke

sie kam auf mich zu und ich sagte kein hallo. dann fing jemand an zu lächeln. so sorglos und ohne eine geräusch zu machen. trotzdem hörte ich , wie sich die haut spannte und es unangenehm nach fröhlichem schweiss roch. sie war mundgeblasen und naturbelassen. ihr makeup war modern, dick aufgetragen und doch schlicht. es passte zur gelben u-bahnlackierung, wie auch geranien einen balkon perfekt und bieder schmücken. dennoch würdigte ich der aufmachung mehrere stechende blicke. warum lachst du, fragte ich mich, und ich lachte tatsächlich. ich verzog den mund und versuchte mich selbst in den verschmierten scheiben gegenüber zu beobachten. es gelang mir nicht.

ich öffnete statt dessen den mund und sog luft ein. um nicht zu ersticken. um nicht nur so zu tun, als ob ich versuchte, zu lachen. ich wollte ja lachen und nicht lächeln. diese unterschiede machen in höhenmetern rekordbergspitzen aus. ich wünschte mich weit weg. zur endhaltestelle mit currywurst und pommes und einem schalen glas erdbeerlimonade. ich wünschte mir ein kind, was mir fünfen in mathematik nach hause brachte.

ich wünschte, ich wäre der typ, der sich die umhängetasche in den schoß gelegt hat, um an seine butterbrotbox zu gelangen. vielmehr als das wünschte ich mir allerdings, endlich wieder wirklich froh sein zu können, denn ich glaubte mich bereits in der tristesse der
ehrlichen ernsthaftigkeit verloren.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.