halte dich an der kurzen leine

und wenn du magst, gib dir zucker. einen kleinen eimer pro tag. mach dich gefügig für all die exzesse die da folgen werden. bereite dich stets auf deinen nächsten krieg vor, wer keine munition im kopf hat, kann auch keine geflügelweste tragen – schon gar nicht an warmen sommertagen, wie dies einer ist. dann stinkt die weste zum himmel, dein teint ist (gelinde gesagt) im eimer und keiner spielt mit dir. hömel und kellerhussel schon gar nicht. die zurückgebliebenen nachbarskinder aus der laubenkollonie deiner cousins. ich glaube, die stehen immer noch da und spielen ball.

na wenigstens müssen die sich die vorwerfen, monatelang nichts geschrieben zu haben. denen tropft die kreativität nur so aus den haaren. und ich? ich sitze da, wie so ein fetter waschbär und rette mich von nachtschicht zum nächsten mal crosstrainer. bald fallen mir die zähne aus und ich kann endlich diese fetten platindinger tragen, wie die herren in den rap-videos. wer the jim yoshii pile-up nicht mag ist für mich gestorben. ein dummer, plumper mensch. denn merke: wer keine leere im herzen trägt, kann auch auch entscheidungen treffen, die tatsächlich nicht von belangen sind. aber ich… ich kann einhundert meter weit singen ohne die luft dabei anzuhalten; wenn ich die augen schließe könnt ihr endlich wieder träumen und wer mich nicht kennt, der kennt nicht mal die hälfte von dem, was er selber sein könnte. ich mache dich ganz nebenbei auf all deine unzulänglichkeiten aufmerksam, laut brüllend und voller geifer im atmen, den wilden blick in den armen… der einzige, der aus dieser begegnung mit atemproblemen heraus purzelt bin ich selbst. ihr? du? bluten. ein bisschen. aus dem mund vielleicht, ja. aber nichts, was deine mama mit einem kleinen „ooch, armes scheisserchen“ nicht wieder hin biegen könnte. vorausgesetzt ihr habt noch eine.
wenn eure/ deine mama knapp vor einem jahr bei einem flugzeugabsturz ums leben gekommen ist und ihr das video ihrer letzten paar sekunden bei youtube gesehen habt, darunter eine reihe voller „omfg, tahts the sickest shit i’ve seen in 2 days, ya rly, lol, byekthx“ lesen musstet: fettnäppfchen meinerseits. aber hey, man kann nicht auf alle leute rücksicht nehmen, das ist schließlich das internetz.

seit einem jahr habe ich das grab meines besten freundes nicht mehr besucht. ich fühle mich wie ein grosses stück scheisse.

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