requiem für ein wochenende

„pathos, jetzt in der gefriertruhe ihres verbrauchermarktes. auch als light-produkt erhältlich, wenn sie mögen gerne auch mit ein bisschen schrot.“
jedenfalls, und das wollte ich ursprünglich sagen, sitze ich in diesem kleinen raum, als grade drei maskierte und bewaffnete männer hereinstürmen und wie wild nach dem lichtschalter suchen. ich hatte ja diese restlichtverstärker brille auf. die habe ich aus tirkit mitbringen dürfen, als wir da… na, auch egal. jedefalls sitze ich da so rum, unter dem einen tisch und versuche grade den safe aufzumachen, als die heinis reinkommen. der eine typ zieht den stuhl nach vorne und ich schieße ihm in den bauch. drei mal. mit dem schalldämpfer hört man kaum was. echt gut. aber der typ windet sich auf dem boden und seine freunde sofort zu ihm hin, weil der wie ein schwein am schreien ist.

den beiden muss ich leider direkt in den kopf schiessen, weil die sonst sicher unkontroliert durch den raum geballert hätten. tun sie nicht mehr, hihi. als ich dann anfange dem kerl was von dem puder auf die bauchwunde zu tun, damit es weniger stark blutet ist er schon fast weg, aber ich gebe
mein bestes, damit er seinen abgang etwas langsamer und dramatischer feiern kann. dann halte ich ihm die hand und versichere, das es ein versehen ist und er nicht aufgeben soll. währenddessen durchsuche ich seine sachen, finde sein portmonee und seine adresse, ein foto von seiner familie und seinem hund. armes schwein, der securityarsch. und jetzt muss auch noch seine familie dran glauben. das alles hätte nicht sein müssen, wenn man mich mit ein bisschen mehr respekt behandelt hätte. ich wollte nur damals, also… ich. ein bisschen. was wollte ich doch gleich? aaaaaaach ist auch egal. wenn man einmal auf dem feldzug ist, ist man auf dem feldzug. nicht grade philosophisch hochtrabend aber das gemetzel heiligt die mittel.
und während der kerl da am boden liegt und verblutet gucke ich noch einmal in den spiegel, den ich wegen der dunkelheit kaum sehen kann und sehe meine beiden freunde reglos neben mir liegen, während ich versuche mir den bauch zurück in den körper zu drücken und noch ein paar minuten herauszuzögern. neben mir liegt diese tolle nachtsichtbrille, ich wollte sie meinem sohn schenken…

daraus wird jetzt wohl nichts mehr. aber wenigstens haben die beiden anderen nicht mein versteck gefunden. hihi hiii…iiiih hii. hi hi.

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