weil meine art so kacke ist

und weil ich schuld bin, weil ich immer danebenliege – mit pfefferminz im herz und weil ich den ton nicht treffe. das liegt an den zitronen auf meinen augen, dem schrillen blabla in den ohren und dem ständigen, cholerischen gehuste. etwas, das mir das thema unserer konversation zu scheissegal werden lässt, meinen puls in die höhe, meine augen aus dem kopf. apropos schiessen. über das ziel hinaus und direkt in dein herz. ich bin viel, viel besser als du denkst. ich liebe mich viel, viel weniger als mir lieb ist. und damit meine ich mehr. warum ist mir eigentlich immer alles so egal, wenn ich mich doch dann aufrege?

„carina, mach dis essen für den ronny waaam – der is kleeein!“, hallt es aus einer ecke der sagenumwoben kleinen bude, vor deren fenster ich grade stehe. ich weine so ein bisschen, nein, die zitronen sind es. „lass die tür bitte auf, dann kann ich besser sehen, wenn du später am himmel zerschellst.“ der fette mann in meinem kopf stell sich als „gott“ vor und ich stell mir gott vor, wie er über den fetten mann lacht. gott lacht über fette, soviel ist klar. es tut ihm leid! ihm gehen sicherlich diese ganzen zivilisationskrankheiten tierisch auf den sack. aber gott ist beschäftigt. er sitzt mit sennheiser-kopfhörern auf der terasse und hört outsmarting simon und weint über den fetten, fetten mann in meinem kopf. der macht sich da breit und garbor und ich (eine person an sich, feige sau, apfel!) rennen vor ihm weg. der fette mann bin ich in 20 jahren. ich freue mich kein bisschen drauf alt zu werden. der geist verkrüppelt, der bauch wird ein schwammiges ungeheuer und wenn man einmal pro jahr saufen geht, hat man ca. 10 tage nen kater. ich scheisse drauf, ich mach mir endlich n bier auf und gucke mir diesen verfickt geilen sonnenuntergang an. alleine.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.