Als es noch damals war.

lassen wir doch einfach mal 15 jahre verstreichen. dann ist es wieder 1993. da waren noch betonstützpfeiler vor jedermanns brille montiert, durch die das grau des berliner winters beinahe wieder rosig erschien. der teer zwischen den groben kopfsteinpflastern schimmerte jungfräulich im schneeregen, während ich mich in ein kostüm zwängte. unausstehlich. ich stank nach altem schweiß und günstigem cognac.

weil ich gefallen wollte. oder war. vielleicht traf eher letzteres zu. tage zuvor hatte ich bereits meine ernährung von natürlich auf mononatriumglutamat umgestellt. meine stirn
dankte es mir mit alltäglichen runzlern und groben beulchen, die im schein der tanzschuppenbeleuchtung blässlich schimmerten.
ich hasse gitarrenmusik. außer der, die mir gefällt. als ich das sagte, hatte ich bereits eine ganze hand oder faust im gesicht. es traf keinen knochen, es war eh alles fleischig. und so klatschte ich behende auf den boden, um den geschmack des echten lebens zu kosten.

so lange ist das doch noch gar nicht her, denke ich so bei mir, während ich mich wieder aufrappele.

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