die gewittermaschine
garbor stand, den parka bis zum kinn geschlossen und mit vom wind zerzaustem haar, auf dem balkon und warf die schachtel geistesabwesend hinunter. das kleine fallschirmchen daran öffnete sich und er beobachtete, wie sie langsam hin und her getragen driftete und sogar kurz nach oben geweht wurde, als wollte sie sagen “so einfach wirst du mich nicht los, garb! eine gewittermaschine kann man nicht kaufen und auch nicht einfach so wieder weggeben. eine gewittermaschine bekommt man, weil es an der zeit ist”.
als er 30 minuten später in sein viel zu kaltes schlafzimmer kam, vefluchte er sich, weil er viel zu lange gelüftet hatte. grade wollte er das fenster schließen, als er die kleine schachtel bemerkte die vor seinen füßen lag. der wind musste es um das haus herum und geradewegs durch das offene fenster zu ihm zurückgebracht haben. er schüttelte den kopf. garbor entfernte die reste des fallschirmchens, öffnete die schachtel und nahm die kleine gewittermaschine in seine hände. “nun gut, dann bleibst du eben hier”, sagte er grinsend, er schloss die augen und schluckte sie in einem stück herunter, spülte mit etwas wasser nach und legte sich in sein bett. eine gewittermaschine bekommt man, weil es an der zeit ist. |