eine moll-sache

„heute essen graue menschen an der seele der farbe und dabei plätschert so lari-fari eine moll-sache aus den boxen“, dachte garbor bei sich, als er die straße überquerte. „komischer gedanke“, dachte er dann gleich anschließend. aber was man nicht alles denkt. grade im frühling, da machen sich ja ne ganze menge gedanken breit. die einen denken dies und kichern dabei ganz fürchterlich viel. dann halten sie die hand vor den mund und schauen anschließend hinein. wenn sie älter werden jedenfalls. die überprüfen dann gleich, ob da verbotene gedanken dabei waren, weil man ja sich auf alles möööögliche konzentrieren muss.


heiraten, kinder bekommen, den hund zum arzt bringen, mit astrid nachmittags telefonieren, am wochenende kommt ja auch wieder diese eine sendung (bluerayhd-recorder noch anschließen!) fensterputzmittelhandschuhgdings besorgen, pille danach einwerfen (sonst wirds ein kind von der affäre aus dem club, diesem spanier. man das war aber auch ne geiler typ.), zettel sortieren, zuversichtlich sein, beim joga anrufen und mal einfach so nach preisen fragen. ach, alter schwwweeeede. immer ist was los! da kann man ja nicht einfach so rumkichern. pff! warte ma ab, keine 30 jahre mehr und du wünschtest, du hättest noch was zum kichern. dann, wenn endlich mal wieder krieg in europa ist. kann’s kaum erwarten! und garbor? der ist immer noch dabei die straße zu überqueren und tritt kieselsteine mit einem elan durch die gegend, dass einem ganz schwindelig werden muss. es sei denn, es sei denn. es sei denn, man macht sich einfach mal keine gedanken. ausatmen nicht vergessen.

[audio:knife.mp3]

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