Vierzehntausnmiionen

„Hmmmsngrml, verdammte Axt! Dieser unfassbare Dingenshier…kirchen, Asher Roth! Warum bringt der nicht mal wieder ne Platte raus? 2009 ist das gewesen, oder? Garb?“, fragte der Dünne, während er sich die Umhängetasche um den Hals band und der schmalbrüstigen Blonden mit dem Lippenstift vor der Visage herumfuchtelte.

„Ist euch Kackbratzen eigentlich mal aufgefallen, dass „herumfuchteln“ eines meiner Lieblingswörter ist?“, sagte Garbor, der hinter dieser seltsamen Szenerie auf dem gemütlichen grauen sofa saß. Eigentlich war das Sofa sogar schieferfarben, aber ich habe immer so Angst wegen Farbnamen. Da 91% aller Menschen ja den Unterschied zwischen rosa und pink ja schon nicht kennen und Comic Sans und Mario Barth und… ach, Fickpisse.

Der Dünne warf den Lippenstift auf den Boden und brüllte Garbor an:

„Sag mal, Du Mongo, das mit dem herumfuchteln wollte ich doch gerade sagen.“

„Ja, ick wees.“

„Und nu? Warum klaust Du meine Gedanken?“

„Na warum klaust Du meinen Lippenstift?“

„Ist doch nicht deiner, ist doch der von Fiona!“

„Ja, ick wees.“

„Aber, aber… was soll denn der Scheiß?“

„Nix, ich wollte auch einfach mal.“

„Tzzzz.“

Und so begab es sich, dass an einem vollkommen unbedeutenden Abend mitten im irgendwo ein seltsames Gespräch über „Hab ich vierzehntausnmiionen ma gesagt, Du sollst mein Gehirn in Ruhe lassen“ ausbrach, im Hintergrund gerade Mac Miller anlief, Fiona sich einen Bowmore eingoß, der Dünne seine Pferdemaske suchte, Garbor viel lieber Vybz Cartel hören wollte und dabei anfing zu tanzen, als wäre es 1998. Was soll da ein bisschen Gedankenlesen schon schaden?

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