Pistazienparabel

Der Nibbler saß am Tisch und zählte die Schalen.

„64. Nicht so viel. Sah viel mehr aus.“

„Du willst mir sagen, ich bin jetzt den ganzen Weg aus Pankow hierher gelaufen, damit du mir zeigen kannst, wie die Überreste von 7 gegessenen Pistazien aussehen?“

„Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich ein oder zwei ohne Schalen in der Packung gefunden habe und die auch gegessen habe.“

„Ach?“

Während Garbor und der Nibbler gemeinsam die Schalen wieder zusammenklebten und sich über die Reihenfolge der Wichtigkeit aller Alkaline Trio Platten unterhielten, stand der Dünne vor dem geöffneten Kühlschrank und versuchte sich vorzustellen, welchen Einfluss die gekühlte Flasche Rosé wohl auf den Verlauf seines weiteren Abends haben würde. Ihm fiel dabei ein Gedicht ein, dass er sich vor kurzem Ausdenken wollte und trank die Flasche aus.

„Kopfschmerz, dachtest Du, dachtest Dir aus.
Drei vor, drei zurück und was kommt raus?
Symptomgeflüster, Licht an, Licht aus.
Zünds an, zünds an, das elend Haus.“

„Dünner? Was redest du denn da?“

„Ihr mit euren ewigen Diskussionen über die selbe Scheisse. Eure verkackten Netflix-Abos und Puzzle-Highscores und euro Oktavheftchen mit den tollen Bienchen-Stempeln! Hier ist doch auch seit Jahren nichts los. Ich gehe noch weg, rauche Aspik bis in den Sonnenaufgang und lasse mir die Haare flechten! Dann könnt ihr ja mal sehen, wie weit ihr mit eurer Behindischeisse kommt. Viel Spaß noch!“

Ta ta — Hannibal

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