Träumen

Herr Nibbler stand auf der Tastatur und staunte nicht schlecht.

„Porös. Kann man nicht anders sagen. Commodore wahrscheinlich.“

Er machte twei Schritte nach links, twei nach geradeaus und schloß die Türe hinter sind. Hinab, hinab, twanzig Schritte den roten Teppich hinab, Stufengepoltere folgend; kurz in den Briefkasten gelugt und? Nichts. Seit Tagen keine Post. Kein Wind. Das Mineralwasser schmeckte schal. Und von den erste vier Namen in seinem Handy ging niemand an den Apparillo. Danach weggeworfen. Klack-klack-klackidiklack.

Die Straße hinunter zum Bäcker Schmitzke. Nichts – weder Brot noch Mensch. Garnichts. Links den Berg hinauf, zu Neumanns. Die müssten längst aus dem Urlaub wieder da sein. Der Mercedes jedenfalls stand fein gebügelt im Garten und blinzelte in der Sonne. Aber nach zwei Mal bimmeln und kleine Kieselchen an das Fenster im Obergeschoss werfen: Nichts.

„Könnte alles daran liegen, dass ich träume! Dennoch: Ungehörig und nicht wirklich einladend. Was soll man nun daraus machen? Wenn träumen so öde und und so einsam machen kann, was soll ich da träumen wollen? Ich täte mich wohler fühlen, bei einer Partie Schalke! Und sie müssen wissen: Ich kann mit Fußball absolut gar nichts anfangen.“

Herr Nibbler setzte sich also auf die grüne, sehr einladende Bank vor Neumanns Haus und schlug die Beine übereinander.

„Haben sie mal beobachtet, wie es Menschen gibt, die einfach nicht gerne mit ausgestreckten Beinen sitzen mögen oder gar können? Ein Bein geht über das andere, immer im Wechsel. Seltenst mal still und parallel. Was kann das für einen Grund haben? Ach!“

Ein Lächeln huschte über sein Gesicht, als würde ihn der Gedanke mehr amüsieren, als er es aussprechen wollte. Dann legte er die Hände in den Schoß und schloß die Augen.

Nun gut, nun gut. Einen Traum, der einem nicht gefällt, muss man denn durch einen besseren ersetzen. Und ich kann mich glücklich schätzen, dass ich hier noch zwei oder drei bei der Hand habe.

Auf bald, also.

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