Gemischte Gefühle

„Ja? Hallo? Zimmerservice? Ich hätte gerne eine große Portion gemischte Gefühle, eine Flasche Champagner und dazu einen kleinen Plastikeimer. Ja… ich warte. Ja, Zimmer 104. Exakt. Garbor. Meinen Nachnamen? Den verrate ich doch ihnen nicht, soweit kommt’s noch.“

Rastlose Müdigkeit gepaart mit einer ungesunden Mischung aus Heißhunger und Brechreiz.

Das unbedingte Bedürfnis morgen eventuell zuhause zu bleiben und zu gehen und  wiederzukommen. Samstagabend an der Bar einschlafen, bevor die Party beginnt. Dann im Pyjama in die Tram, mit dem Pingouin im Arm, die Leute fragen, ob sie deine Waffe gesehen haben. Die Hände mit unsichtbarer Liebe tätowiert. Sink/Swim.

Renn. Renn. So langsam wie du kannst. Tiefe, kurze Atmenzüge. Augen auf und durch. Entlang der Straße, rauf auf’s Feld – in deine Arme, bloß weg von dir und immer wieder. Von vorn, von vorn.

Niemand hat die Absicht eine Entscheidung zu fällen.

„Ja, stellen sie es gerne vor der Tür ab, ich bin nur schnell Zigaretten holen. Hallo? Hallo! Legen sie nicht auf! Ich… ich, habe das alles nicht so gemeint. Also, doch. Gemeint schon, aber sie verstehen mich total falsch.“

Ich sage es nur ungern, Garbor, aber es hört dir keiner zu. Und es ist auch keiner hier. Und am Telefon auch nicht. Niemand ist da und du schon gar nicht. Am Ende ist es vollkommen egal, was du sagst.

Es gibt ein paar Dinge, die musst du einfach selbst entscheiden.

 

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