<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?> <rss
version="2.0"
xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
> <channel><title>Fanstasien in Absynth</title> <atom:link href="http://www.210879.com/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" /><link>http://www.210879.com</link> <description>De Gustibus Est Disputandum</description> <lastBuildDate>Fri, 04 May 2012 16:01:14 +0000</lastBuildDate> <language>en</language> <sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod> <sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency> <generator>http://wordpress.org/?v=3.3.2</generator> <item><title>Kopfhörerschlamassel</title><link>http://www.210879.com/2012/05/kopfhorerschlamassel/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=kopfhorerschlamassel</link> <comments>http://www.210879.com/2012/05/kopfhorerschlamassel/#comments</comments> <pubDate>Fri, 04 May 2012 16:00:46 +0000</pubDate> <dc:creator>Klaus Feratu</dc:creator> <category><![CDATA[Vermin Diaries]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.210879.com/?p=1134</guid> <description><![CDATA[Garbor saß mal wieder im Zug. Auf nach der Heimat! Klingt ja aber auch seltsam! Heimat! Vom Westen hatte er langsam genug bekommen: Vor allem aber hatte er Sonnenbrand auf der Stirn. Absurd, wie er fand. Niemand nahm einen Mann]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Garbor saß mal wieder im Zug. Auf nach der Heimat! Klingt ja aber auch seltsam! Heimat! Vom Westen hatte er langsam genug bekommen: Vor allem aber hatte er Sonnenbrand auf der Stirn. Absurd, wie er fand. Niemand nahm einen Mann mit Sonnenbrand auf der Stirn auch nur ansatzweise ernst. So konnte er kaum zurückkommen, ohne sich unendlich lächerlich zu machen. Er sah schon den Dünnen, wie er wieder mit einer Horde von blonden Grinsemädchen im Club saß und ihn mit breitem Grinsen empfang:</p><p>&#8220;Garbinho, Sohn des Südens, was los? Habt ihr in euren Agenturen jetzt etwa Gesichtbräuner über den Monitoren eingerichtet, damit die Nerds auch mal gesund aussehen?&#8221;</p><p>&#8220;Ein freundliches &#8216;Opfer&#8217; hätte es auch getan, Dünner. Wer sind die Mädchen? Wieder angeheiratete Cousine? Sprechen sie unsere S-P-R-A-C-H-E? Na egal, warste schon?&#8221;</p><p>&#8220;Zu viele Fragen, Herr Direktor, ich will versuchen eine nach der anderen zu beantwortet. Leider ist mein Mund sehr trocken und so kann ich unmöglich…&#8221;</p><p>&#8220;Tanqueray, Pampero oder Grey Goose?&#8221;</p><p>&#8220;Pampero. Ordentlich Limette aber! War auch noch nicht…&#8221;</p><p>&#8220;Pfff.&#8221;</p><p>Da stand er also wieder, Mitten im Club an der Bar, brüllte der aufgedunsenen Barfrau zum dritten Mal zu, dass er den Mojito bitte mit Pampero statt mit dieser durchsichtigen Plürrscheisse von Havana haben wollte, konnte seine versonnenbrannte Stirn pochen fühlen und fragte sich. Nein, eigentlich fragte er sich nicht. Er fand nur. Komisch fand er es, er musste direkt lachen. Er grüßte zwei andere Stammgäste, schlenderte zum Dünnen samt Entourage hinüber und setzte sich auf einen der freien Plätze auf der Couch. Eine der Blondinen dreht sich zu ihm herüber, reichte ihm die Hand und sagte:</p><p>&#8220;Hi, I&#8217;m Sarah… but only Thursdays&#8221;</p><p>&#8220;Yeah well, fine, I couldn&#8217;t care less. Und jetzt dreh dich wieder zu Deinen Freundinnen um und himmelt den Dünnen an.&#8221;</p><p>Garbor nahm einen großen Schluck vom Drink, nahm sich eine zerbeulte Nil aus der Schachtel und legte seinen Kopf auf der Rückenlehne ab. Er wollte wieder in sein Loft zurück, er wollte sein G-Modell wieder haben, er sehnte sich nach Paros oder Alaska und dann tagelangem Schweigen. Wie konnte er nur seine Kopfhörer zuhause vergessen haben? Fast vier Stunden hatte er in dem Zug gesessen und jeder, aber auch wirklich jeder, hatte einen verdammten Kopfhörer auf. Er hätte sogar im Zug welche gekauft oder dem kleinen Jungen seine weggenommen, der ihn so freundlich angegrinst hatte. Aber es gab keine Kopfhörer im Bordrestaurant zu kaufen und er hatte nicht die Eier, einem kleinen Jungen seine Sachen zu stehlen.<br
/> Also musste er dem Rauschen der Bahn zuhören, den unfassbar intonierten Ansagen der Schaffnerin, den Telefonaten der Emo-Käthe hinter sich (wenigstens hatte sie nur eine Haarfarbe und einen kolossalen Ausschnitt) sowie der &#8220;Fass-mich-an-ich-bin-so-Business&#8221;-Konversation des jungen Paares vor ihm. Obwohl, die waren gar kein Paar. Dafür lachten sie viel zu gekünstelt und versuchten sich gegenseitig zu beeindrucken. Das kommt davon! Keine Kopfhörer und schon bricht alles auseinander! Er wollte in die Bar, ein paar Drinks, danach evtl. noch Pommes. Pommes waren ungefähr in gleichem Maße lecker wie dumm und daher eigentlich genau wie er. Also, außer das er nicht dumm und auch nicht lecker… ach herrje, K-O-P-F-H-Ö-R-E-R! Er würde niemals wieder seine Kopfhörer vergessen. Und wenn doch, dann würde er seine Assistentin und den Gärtner unabhängig von einander losschicken um ihm welche zu bringen. &#8216;Wie Frankfurt ist ein Problem, Herr Garbor? Lass Dir mal was einfallen, MacGyver ist auch immer was eingefallen! Wie? Ja, dann schick nen Kurier!&#8217;</p><p>Kuriere waren am Ende des Tages die einzige Lösung für Alles.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.210879.com/2012/05/kopfhorerschlamassel/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Genau so ist das</title><link>http://www.210879.com/2012/04/genau-so-ist-das/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=genau-so-ist-das</link> <comments>http://www.210879.com/2012/04/genau-so-ist-das/#comments</comments> <pubDate>Tue, 24 Apr 2012 21:27:53 +0000</pubDate> <dc:creator>Klaus Feratu</dc:creator> <category><![CDATA[Vermin Diaries]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.210879.com/?p=1120</guid> <description><![CDATA[&#8220;Genau so ist das&#8221;, dachte Garbor. Er trank den Weißwein aus, setzte sich auf den Bordstein und merkte, wie sein Rücken schmerzte. &#8220;Als ich früher war, war das auch nicht so. Oh herrje (wobei &#8216;herrje&#8217; ein klassisch geschriebenes und kein]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Genau so ist das&#8221;, dachte Garbor. Er trank den Weißwein aus, setzte sich auf den Bordstein und merkte, wie sein Rücken schmerzte. &#8220;Als ich früher war, war das auch nicht so. Oh herrje (wobei &#8216;herrje&#8217; ein klassisch geschriebenes und kein gesprochenes Wort ist), jetzt geht das schon los. Der alte Mann und der Rücken. Hemmingway würde mir eine ballern. Oder mir in den Kopf schießen. Als der merkte, dass sein Kopf und sein Körper nicht mehr so, da hat er&#8230; Wie auch immer. Ey, Schwichte, mehr Wein! Schnell, ich werde nüchtern!&#8221;</p><p>&#8220;Wieso nennste mich Schwichte, Du Spassti?&#8221;, blökte der Dünne ihn an.<br
/> Der Dünne hatte wieder mal eine Blonde im Arm. Die blonden mochten den Dünnen ganz besonders. Und die Asiatinnen. Und die anderen sowieso. Alle mochten den Dünnen. Garbor hatte das Gefühl&#8230;.</p><p>&#8220;Oh fuck, Dünner, guck mal, Adam Duritz ist hier!&#8221;, murmelte Garbor betrunken-verdutzt.<br
/> (&#8216;Betrunken-Verdutzt&#8217; wäre ein verdammt guter Name für einen Diplomatenpass. Freiherr &#8216;Garbror von Betrunken-Verdutzt, meine Damen und Herren, wird jetzt noch ein paar Worte an sie richten und dann können wir zum angenehmen Teil der Gala des Pathos Frühling e.V. übergehen.&#8217;)<br
/> Der Dünne schickte dir Blonde mit einem Klapps auf den Hintern weg (klassische Szene aus einem Burt Reynolds Film. Sowas wie &#8220;Smokey and the Bandit&#8221;) — er wankte zu Garbor hinüber und setzte sich auf den Bordsteinrand.</p><p>&#8220;Ich feier es sehr, dass Gaslight Anthem in &#8216;High Lonesome&#8217; Adam Duritz und die Counting Crows mit ihrem &#8216;Round Here&#8217; referenzieren&#8230; Du glaubst ja gar nicht, wie sehr ich unfassbar getanzt habe, als mir das beim ersten Hören aufgefallen ist&#8230;&#8221;, säuselte er zu Garb, während er seinen Arm um ihn legte.<br
/> &#8220;Ja, ich. Komisch. Ich hab gerade gedacht, Du wärst schon&#8230; tot. Wie damals.&#8221;<br
/> &#8220;Ich weiß, das passiert Dir öfter wenn Du trinkst.&#8221;<br
/> &#8220;Ich sollte also öfter trinken?&#8221;<br
/> &#8220;Ja!&#8221;<br
/> &#8220;Ja&#8230;&#8221;</p><p>Admam Duritz saß neben ihnen auf dem Bordstein und sang:</p><p>&#8220;And Maria came from Nashville with a suitcase in her hand<br
/> I always kinda sorta wished I looked like Elvis<br
/> And in my head there&#8217;s all these classic cars<br
/> And outlaw cowboy bands<br
/> I always kinda sorta wish I&#8217;m someone else&#8221;</p><p>&#8220;Tust Du nicht, Adam, you just love being fucking pathetic.&#8221;<br
/> &#8220;Tja, dann gieß uns mal schnell noch Wein ein, Dünner, nicht das ich das noch vergesse.&#8221;</p><p>&#8220;Mr. Jones strikes up a conversation with this black-haired flamenco dancer<br
/> She dances while his father plays guitar<br
/> She&#8217;s suddenly beautiful<br
/> We all want something beautiful<br
/> I wish I was beautiful&#8221;</p><p>Genau so ist das. Ich auch.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.210879.com/2012/04/genau-so-ist-das/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Aprilgebetgetue</title><link>http://www.210879.com/2012/04/aprilgebetgetue/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=aprilgebetgetue</link> <comments>http://www.210879.com/2012/04/aprilgebetgetue/#comments</comments> <pubDate>Sat, 21 Apr 2012 00:57:52 +0000</pubDate> <dc:creator>Klaus Feratu</dc:creator> <category><![CDATA[Vermin Diaries]]></category> <category><![CDATA[Adam Duritz]]></category> <category><![CDATA[Deftones]]></category> <category><![CDATA[Gebet]]></category> <category><![CDATA[Heißluftballon]]></category> <category><![CDATA[Ozean]]></category> <category><![CDATA[Tua]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.210879.com/?p=1115</guid> <description><![CDATA[Rotwein, Deftones, die alte .22 von Großvater und grandiose Langeweile zwischen den Fingern. Fenster auf, Fenster zu. Balkon auf, raussetzen, Nil hervorkramen, anzünden, wegwerfen, kiffen, doch nicht, Pommes holen? Zu müde, nee, zu hungrig! Nee, anderes Lied! Wieder Deftones, pff.]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Rotwein, Deftones, die alte .22 von Großvater und grandiose Langeweile zwischen den Fingern. Fenster auf, Fenster zu. Balkon auf, raussetzen, Nil hervorkramen, anzünden, wegwerfen, kiffen, doch nicht, Pommes holen? Zu müde, nee, zu hungrig! Nee, anderes Lied! Wieder Deftones, pff. &#8220;I&#8217;ve watched you change. Now you feel Alive.&#8221; Von wegen, Du Pimmelkopp! Nochmal anders, jetzt hilft&#8217;s! Das was ich Dich singen höre, während ich wieder auf der Couch und der Balkon ist zu, aber der Innenhof ruft nach mir, nach Dir, nach Ausbruch. &#8220;Der Ozean nimmt mich, lässt mich dich sehen, zitternd. Dich umherwerfend und doch — schwach atmend huscht Dir ein leises Lächeln über Dein Gesicht, die Schweißperlen an Deinen Wangenknochen sind da, sind weg.&#8221; Weggewaschen der Traum, die Idee.  Das Bild, was Du und ich gezeichnet. Keine Luft — das Wasser in den Lungen, das Salz brennt in den Augen. Wie Feuer durch trockenes Holz zieht, knackt die kalte See in der Lunge, lässt sie bersten. Die nackte Haut kratzt jetzt, sie kribbelt nicht mehr. Auf den Balkon und rein in den Heißluftballon! Wie schon Tua so schön und ach, ja, Sagen. Seit diesem Lied habe ich immer einen Heißluftballon am Balkon zu hängen. Es gibt nur zwei, drei Nächte im Jahr, in denen ich fliehen möchte, fliegen möchte&#8230; aber dann keinen Ballon da zu haben wäre fatal. &#8220;Und so schauten wir von oben herab, das war unser Sonneaufgang&#8230; in einer Stadt aus Heißluftballons.&#8221; Also auf, zum Himmel, ins Dunkle der Nacht und iPod (ist n Android, klingt aber beim lesen besser) an, die neue Counting Crows an und Adam Duritz ist noch immer ein fabelhaft pathetischer&#8230; ach was weiß ich denn schon?</p><p>Ist eigentlich schon Frühling? Ist eigentlich schon wieder — endlich Mal wieder — Zeit für ein bisschen Drama und warum nimmt sich keiner mehr die Zeit einfach so den Kopf hängen zu lassen und zu seufzen? Entweder alle sind besoffen oder krank, beschäftigt oder bekommen Kinder, bauen Häuser, müssen gerade einkaufen oder sowas. Aber einfach mal gefühlsduselig in den Ballon steigen und mal wieder über den Kiez düsen und unten den Menschen beim lachen, lieben, streiten zusehen und sich nichts sehnlicher zu wünschen, als einfach ein Teil dessen zu sein&#8230; nur um aus den eigenen 90kg mal wieder rauszukommen.</p><p>Ich bete, dass der Sommer sich noch viel, sehr viel, Zeit lässt.</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.210879.com/2012/04/aprilgebetgetue/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>1</slash:comments> </item> <item><title>Garbor saß im Zug nach Westen</title><link>http://www.210879.com/2012/03/garbor-sas-im-zug-nach-westen/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=garbor-sas-im-zug-nach-westen</link> <comments>http://www.210879.com/2012/03/garbor-sas-im-zug-nach-westen/#comments</comments> <pubDate>Fri, 02 Mar 2012 18:50:26 +0000</pubDate> <dc:creator>Klaus Feratu</dc:creator> <category><![CDATA[Vermin Diaries]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.210879.com/?p=1102</guid> <description><![CDATA[Garbor saß im Zug nach Westen. Er grübelte über das Wetter, den kleinen Jungen nebenan, die Klimaanlage und diesen dämlichen Tunnel, durch den sie seit mehr als 10 Minuten durchfuhren. Nach einem kurzen Nickerchen (was war das eigentlich für ein]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Garbor saß im Zug nach Westen. Er grübelte über das Wetter, den kleinen Jungen nebenan, die Klimaanlage und diesen dämlichen Tunnel, durch den sie seit mehr als 10 Minuten durchfuhren. Nach einem kurzen Nickerchen (was war das eigentlich für ein beschissenes Wort, „Nickerchen“, pfff) waren sie augenscheinlich aus dem Tunnel wieder auf offene Strecke gelangt.</p><p>Eine dicke Frau mit klebrigem Mandelgebäck kam in das Abteil und grüßte alle freundlich, ihn ignorierte sie verängstigt, ebenso taten es der Kaffeeverkäufer wie der Fahrkartenkontrolleur. Er hatte ja die Medaille um. Die Mandelgebäckfrau hatte  einen kurzen Blick darauf geworfen, aus dem Augenwinkel. Sie hatte Blickkontakt mit ihm vermieden, aber er wusste, dass sie sie gesehen hatte. Sicherlich hatte sie vorne, in dem engen Plastikabteil für die Bediensteten ihren Kollegen davon erzählt „Vorne, in der 22 sitzt so ein bärtiger Kerl, der… der hat ne Medaille um.“ — „Quatsch, wo soll der die denn herhaben… und warum fährt er dann Bahn und dazu noch 2. Klasse?“, hatte der schlaksige Kontrolleuer zurück genuschelt. Max, so hieß der Kontrolleuer, wollte eigentlich diese Woche Urlaub nehmen, mal ausspannen und ein paar Kilo zunehmen. Seit Jahren versuchte er ein bisschen was auf die Rippen zu bekommen, vergebens. Er hatte sicherlich seit März, spätestens aber April nichts mehr gegessen. Kein Wunder, dass er sich immer so schlapp fühlte. Und jetzt auch noch so ein Fahrgast.<br
/> Garbor drehte sich wieder zu dem kleinen Jungen, der parallel zu ihm saß und aus dem Fenster guckte. Neben ihm saß ein großer Hund, der ihn anscheinend begleiten sollte. Seine Mutter und sein Vater hatten die beiden in Berlin in den Zug gesetzt, der Vater telefonierte noch mit der Großmutter und versicherte, dass der Zug um 14:06 Uhr in Düsseldorf ankommen sollte. Der Hund war ein Schnabou, da war sich Garbor ziemlich sicher. Was für ein Hund sollte auch sonst auf einen kleinen Hund aufpassen, wenn nicht ein Schnabou?<br
/> Der Schnabou drehte sich zu Garbor und sprach ihn an.</p><p>„Die Medaille, wofür haben Sie die bekommen?“<br
/> „Antwerpen.“<br
/> „Ah, ja. Zwei Freunde von mir waren auch da, von Anfang an.“<br
/> „Hmm, dumm gelaufen da, vom Anfang hat es glaube ich keiner wieder zurückgeschafft.“<br
/> „Nein. Keiner“<br
/> Garbor nahm einen Schluck von seinem Tee und fuhr fort.<br
/> „Und wo geht’s hin?“<br
/> „Ich bringe den Kleinen in die Akademie“<br
/> „Das erster Mal?“<br
/> „Nein, Zweites. Er soll in 4 Wochen nach Kapstadt zur Prüfung.“<br
/> „Gut. Kapstadt ist gut. Besser als die ganzen europäischen Stellen. Ich war vor ein paar Jahren als Ausbilder da. Schon klar, wo genau?“<br
/> „Soll wohl in die Delta. Ist erst spät entdeckt worden.“<br
/> „Oh, dann ist ja gut. Delta also, warum fahrt ihr dann mit der Bahn?“<br
/> „Warum fahren Sie mit der Bahn?“<br
/> „Touché.“</p><p>Garbor schwieg. Er sah aus dem Fenster und dachte an Kapstadt. Das heißt, er versuchte an Kapstadt zu den denken, konnte sich aber natürlich nicht erinnern. Er wusste, dass er früher dort stationiert war, weil es in seiner Akte stand. In seiner Akte stand auch, dass er in Antwerpen war. Erinnern konnte er sich an all das nicht. Aber da war diese Medaille um seinen Hals und er war auf dem Weg nach Düsseldorf. Deswegen hatte man ihn eingeladen. Der stelzbeinige Dr. Focks hatte ihn vor einer guten Woche angerufen und ihn gefragt, ob er eine kurze Rede halten würde auf einem der vielen Treffen, die sie immer wieder zu Ehren von einzelnen, vielen und manchmal allen abhielten. Und vor allem, um neue Leute zu finden. Er würde eine halbe Stunde erzählen, von dem was er tat, warum er es tat, wie gut er darin war, was das alles sollte und sich anschließend einige Fragen stellen lassen. Abends würde er trinken und schlafen. Traumlos schlafen, bis er wieder mit dem metallenen Geschmack im Mund aufwachen würde und mehr trinken würde.<br
/> Aber noch war der Geschmack nicht da. Es war genügend Zeit aus dem Fenster zu starren und sich an morgen Nacht zu erinnern. Er würde wieder einmal mit dem Dünnen unterwegs sein. Der Dünne hatte es sich zur Aufgabe gemacht, einen Tag in der Woche aus einer x-beliebigen Stadt beim Garbor anzurufen und dann musste sich dieser auf dem Weg machen. Dank der Medaille konnte er jederzeit mit jedem Verkehrsmittel fahren und er bekam Schinkencroissants angeboten. So konnte er in Ruhe an seinen Gesichtsausrücken feilen, während er aus dem Fenster starrte und Deutschland an ihm vorbeiflog. Der Schnabou neben ihm gähnte,  und der kleine Junge schlief bereits, als plötzlich Garbors Handy klingelte.</p><p>„Planänderung, Soldat“, plärrte es offensichtlich angetrunken in sein linkes Ohr.<br
/> „Oh man, sag so was nicht“, erwiderte Garbor müde.<br
/> „Köln, nicht Düsseldorf, bin gerade im Taxi.“<br
/> „Warum Köln?“<br
/> „Weil Alt noch beschissener schmeckt als Kölsch? Deswegen! Seit wann fragst Du denn so was, Du Vogel. Normalerweise freust Du Dich, wenn ich anrufe…“<br
/> „Tue ich das? Komisch, ist mir noch nie aufgefallen!“<br
/> „Ach komm schon, ist derselbe Scheiß-Zug, ich hab Karten für das Chopstix Murphy Konzert, n buntes Hotel in Bahnhofsnähe und einen Geigenkoffer voller Geld — also alles was Du so liebst“<br
/> „Okay, sieh zu das was…“<br
/> „…zu ziehen da ist, wenn Du ankommst. Schon klar. Sehe dich um kurz nach 21h!“</p><p>Die Bäume flogen noch immer links und rechts am Zug vorbei und Garbor ertappte sich dabei, wie er zu blinzeln vergaß, während er an den Dünnen dachte. Ein wirklich absonderlicher Kerl, mit der Unverfrorenheit eines adligen Einzelkindes und dem Gewicht einer russischen Turnerin. Es war gerade mal 18 Uhr durch und der saß schon wieder samt Pferdemaske im Taxi nach Köln. Garbor sah extrem verschwommen und rieb sich mehrere Minuten die Augen, bevor er merkte, wie unfassbar müde er geworden war. Er nahm das Etui aus seiner Tasche und schüttete vorsichtig eine der rot-gelben Pillen in seine Hand und beäugte sie kritisch. „Schmeckt nach Hühnchen“, dacht er bei sich, als sie langsam auf seiner Zunge zerging. Na dann, Zeit um zwei Stunden Schlaf für die nächsten Tage zu bekommen.<br
/> In seinen Träumen sprach Garbor immer mit einer seltsamen Auto-Tune-Stimme, die wie die Berliner Version von T-Pain klang. Er hasste diese Stimme, aber was soll man schon machen? Ist ja nicht so, als hätte man großen Einfluss auf den Klang seiner Stimme. Schon gar nicht, wenn man träumt. Und glücklicherweise konnte Garbor sich sowieso nie an seine Träume erinnern&#8230;</p><p>„Ey, wie soll ich denn wissen, ob das mit dem glücklicherweise stimmt, wenn ich mich nicht erinnern kann? Ist doch voll ausgedacht, hmm? Oder passiert dann was schlimmes, wenn ich mich auf einmal erinnern kann? So ein Fehler in der Matrix oder so ein Schwachsinn? Pfff, so ein Bockmist!“</p><p>Er stand also unter der Dusche in irgendeinem Hotelzimmer und sang mit dieser seltsamen Stimme zu Rohffs „Tu Pardonneras“ als es an der Tür klopfte und er den Dünnen ins Zimmer poltern hörte.</p><p>„Ey, du Schwuli, was machst Du in meinem Traum? Hau ab, Du bist erst in drei Stunden da!“<br
/> „Locker bleiben, ich wollte Dir nur diesen Brief in deine Jackentasche packen, bin schon wieder weg. Bis nachher, Du Ei!“</p><p>Garbor kam aus der Dusche, macht die Musik etwas leiser und griff in seine Jackentasche. Er holte einen unbeschrifteten Umschlag hervor, der anscheinend einige Blatt Papier beinhaltete. Der Brief war durch einen Siegel verschlossen, das Siegelwachs war bräunlich und schien relativ frisch zu sein. Er konnte deutlich das Pik mit dem großen „A“ in Fraktur-Schrift erkennen. Er setzte sich an den kleinen, runden Tisch neben dem Fenster, das auf die Hauptstraße hinausging, und goß sich einen J&amp;B Whiskey ein. Das Papier wirkte relativ unspektakulär, vielleicht etwas Struktur und etwas schwerer als gewöhnlich, aber nichts Besonderes. Er zerbrach das Siegel vorsichtig und konnte augenblicklich seine eigene Handschrift erkennen.</p><p><em>Lieber Garbor,</em><br
/> <em> wenn Du das hier liest, bist Du in Wirklichkeit schon lange tot. Muahaha, Spaß. Also, ich wollte nur mal gucken, ob das mit den Schlaf-Pillen noch immer funktioniert. Tut es also. Wenn Du Lust hast rauszufinden, was morgen Nacht so alles passiert, nimm das Handy, was auf dem Tisch liegt und lies mal die letzte SMS von Paula. Kannst Dir danach ja immer noch überlegen, ob Du Lust hast zum Konzert zu gehen. </em></p><p><em> Pass auf mich auf,</em><br
/> <em> Garbor</em></p><p>„Ach fuck, nicht schon wieder ein Brief von mir an mich. Ich hätte niemals den Nibbler treffen  sollen. Wenn man einmal anfängt sich in seine eigenen Träume einzumischen, kann man nicht mehr aufhören.“</p><p><em>P.S. Ist halt die einzige Möglichkeit dich beim Träumen von Kapstadt abzulenken ;)</em></p><p>Als Garbor aufwachte, hatte er glücklicherweise keinen metallenen Geschmack auf der Zunge, eher so etwas leicht brombeeriges. Er griff in seine Jackentasche und versicherte sich, dass der Brief noch immer unversehrt darin war.  Der Schnabou guckte zu ihm hinüber und sprach ihn an.</p><p>„Sie haben nen ziemlich unruhigen Schlaf, hmm.“<br
/> „Nur wenn ich die Augen schließe, ja. Wieso, habe ich wieder gesungen?“<br
/> „Ja, leise, irgendetwas Französisches“<br
/> „Hmm, ja, klingt nach mir ja… Wissen Sie, was komisch ist? Ich spreche gar kein Französisch. Toll oder?“<br
/> „Ganz normal… Ach so, wegen der Delta, hmm?“<br
/> „Ja…, ich wollte Sie mal fragen, ob sie schon mal was von einem Typen gehört haben, der sich der Dünne nennt? Das ist nämlich so ein Typ, der&#8230;“</p><p>Als der Drache den Zug erfasste und in der Mitte zerschnitt wie Butter, lachte Garbor. Ein Ende, das absolut niemand hatte kommen sehen! Die Überschrift der BILD konnte er sich schon vorstellen “Drache 1:0 Zug”. Auf dem Drachen saß der Dünne, er war nakt, trug die Pferdemaske und schwang ein Kurzschwert in seiner Rechten. Offensichtlich grölte er dem Drachen irgendwelche Befehle zu, als dieser zu einem zweiten Angriff in den Sturzflug ansetzte. Garbor hatte Mühe die Szenerie durch das abgerissene ICE-Dach zu verfolgen, als er merkte, wie das Handy in seiner Hand vibrierte. Er hielt es an sein rechtes Ohr und schrie hinein:</p><p>„Dünner, Du Opfer, was soll denn der Scheiß jetzt?“<br
/> „In welchem Wagen sitzt Du?“<br
/> „Du unfassbarer Spasst, weißt Du eigentlich was du da gerade machst?“<br
/> „Blabou-Bla-Blobou, welcher Wagen?“<br
/> „32“<br
/> „Omw“</p><p>Der Drache schwenkte herum und flog von hinten an Garbors Wagen heran, während der Dünne von oben eine Strickleiter herabließ. Garbor fasste energisch nach der labilen Konstruktion und wurde augenblicklich fortgerissen. Er hielt sich mit aller Kraft fest, dreht sich nochmal um und war sich sehr, sehr sicher, dass er am Ende des Zuges Steven Segal erblicken konnte. Steven half gerade den restlichen Passagieren dabei, in ein Rettungsboot, welches er mit den Rollen einer Spielzeugeisenbahn kombiniert hatte, einzusteigen. Der Schnabou hatte den kleinen Jungen auf dem Arm, winkte und schien gerade etwas in sein Handy einzutippen. Kurz darauf saß Garbor hinten dem Dünnen auf dem Drachen und sein Handy vibrierte erneut. Eine SMS.</p><p>„Sehe Dich in Kapstadt — Schnabou“</p><p>Garbor musste kotzen.</p><p>Als er wieder erwachte schmerzte seine linke Schulter und ihm war schwindelig. Er tippte auf Schleimbeutelentzündung (ekeliges Wort) und riebt sich sachte die Augen. Neben ihm lag eine Flasche Chardonnay und eine blonde Frau, auf deren Stirn mit Lippenstift „pAUla“ geschrieben stand. Er nahm sein Handy vom Nachttisch und überprüfte seine SMS.</p><p>Paula: „Bin so gegen 23h da, komm runter, bring den Koffer mit. Grüße von Schnabou, er kann leider nicht kommen. Kuss.“</p><p>Er schreckte hoch und torkelte ins Bad. Als er sah, dass er nackt war und seine Lippen verschmiert von Lippenstift glänzten, ging er langsam in die riesige Dusche, stellte das Wasser an und setzte sich auf den warmen Schieferboden. Er hatte das Gefühl sofort wieder einzuschlafen, aber versuchte sich zu erinnern.<br
/> Zug. Schnabou. Kind. Pille. Dünner. Geigenkoffer. Köln. Drache. SMS.<br
/> Alles fing an Sinn zu ergeben. So fingen die meisten Geschichten an, in denen sich er und der Dünne trafen. Er wusch seine Haare (mit leckerem nach Bienenwachs riechenden Shampoo) und wollte sich rasieren, als er auf dem Rasierschaum ein Post-It mit der Aufschrift “KEINE ZEIT! NIMM DIE VALIUM, SONST ENDE!!” entdeckte.</p><p>An der Tür klopfte es nach doll und wuii und komisch, es roch auf einmal nach Bienenwachs und Mortadella. Ach ja, das Shampoo. Garbor wurde schwindelig. Er stolperte zurück ins Bad, knallte hin und merkte, wie die aufgerissenen Augen versuchten sein Spiegelbild zu fokussieren als er ruckartig Panik in seiner Brust aufsteigen merkte. Irgendetwas lief hier unfassbar schief. Er bekam schlecht Luft, der Druck auf seiner Brust schien ihm Herz und Lunge zuzuschnüren, die Augen brannten und leises Fiepsen durchzog seine Ohren. Er setzte sich auf den warmen Boden im Badezimmer, legte den Kopf auf den verschränkten Armen ab und sah Blut aus seiner Nase laufen. Sein Puls wurde immer schneller und Garbor dachte nur noch daran den&#8230;</p><p>Handy. Wohnzirner. Husten. Verschwummmmmene Sicht. Auslaaaaaaadende Gesten, krichn d erwei se auf, auf, aufricht en u nd die KIIIINZENTRATIN H and na chobenauf&#8230; pfffftisch platte. NERRRN! JA! da, haaaaand yund. ohhhh, runterge. chaha haaaaaa, btte, gebnsi e den Ntsperrrrrrrrungsc ode ein und ddddd. NTRUFTNANSTNE!</p><p>“Ja, Hallo?”<br
/> “Auaaaaluffft”<br
/> “Ja, wer ist denn da?”<br
/> “Gaaaaaaaarbberrrrr”<br
/> “Ja, hier auch! Ich bin doch Du!”<br
/> “Hu-ch!”<br
/> “Nee, nix huch!&#8230;Wieso zuckst Du denn so rum? Arm? Was ist mit dem Arm? Was haste denn gemacht und warum biste so bleich und warum immer so genervt und Du hast neulich schon so komisch gewirkt und was soll das ewige gerede von Kapstadt und Akademie? Garbor, Du bist Designer, wir sind in Berlin, Du musst morgen das Katzenklo machen, Du hörst mir gar nicht zu und immer bist du gleich so kritisch und dann bleibst Du wieder bis Nachts weg und warum musst Du auch immer so viel Zeugs in Dich reinballern? Reichen nicht auch mal 40 Stunden Arbeit? Am Sonntag auch wieder, ja? Was soll das heißen, Du bekommst keine Luft? Was haste denn gemacht? Jetzt hab dich nicht so&#8230; Pfff, Probleme! 2003, da hattest Du Probleme. Jetzt krieg dich mal wieder ein! Garbor, hör auf mit dem Zucken. GARBOR!”<br
/> “Hilfe. Angst&#8230; Angst. Paulaaaaaa!”</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.210879.com/2012/03/garbor-sas-im-zug-nach-westen/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Komm gut heim</title><link>http://www.210879.com/2012/01/komm-gut-heim/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=komm-gut-heim</link> <comments>http://www.210879.com/2012/01/komm-gut-heim/#comments</comments> <pubDate>Tue, 24 Jan 2012 22:07:32 +0000</pubDate> <dc:creator>Klaus Feratu</dc:creator> <category><![CDATA[Vermin Diaries]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.210879.com/?p=1091</guid> <description><![CDATA[&#8220;Wenn ich doch nur Zigaretten hätte&#8221;, dachte sich Garbor. Er spuckte aus und ging über die Straße, trat in ein paar Pfützen und sah nach links auf die Anzeige: &#8220;15 Minuten? Sind doch nicht in Bielefeld!&#8221; Er ging weiter, über]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Wenn ich doch nur Zigaretten hätte&#8221;, dachte sich Garbor. Er spuckte aus und ging über die Straße, trat in ein paar Pfützen und sah nach links auf die Anzeige: &#8220;15 Minuten? Sind doch nicht in Bielefeld!&#8221; Er ging weiter, über die nächste Kreuzung, am Rossmann und am Blumenladen vorbei, am Fischladen und dem Spielcasino, die nächste Kreuzung und die nächsten Pfützen, vereinzelt Menschen, die alle vor dem Regen davonliefen. Garbor ging so gemächlich wie es nur ging, Tua auf den Ohren, die Lautstärke auf Maximum.</p><p>Vor einer Viertelstunde hatte der Dünne angerufen &#8220;Auf in die Bar, auf die Bar, Du verlorener Sohn, ich ertrage das alles nicht mehr ohne Dich&#8221;, hatte er ihn angeplärrt. Kurz noch im Impala vorbei und einen Kaffee holen? Auf nüchternen Magen schmeckt Grasovka einfach zu krass. Komischerweise hatte der Laden noch offen, obwohl es bereits weit nach 27 Uhr unter der Woche war. Er war der einzige Gast im Café und das blondbrünnetschwarzhaarige Mädchen sah ihn verwundert an.</p><p>&#8220;Garb, warum brauchst Du ein Hirngespinnst als Ausrede, wo Du doch selber schon eins bist?&#8221;<br
/> &#8220;Ein Hirngespinnst oder eine Ausrede?&#8221;<br
/> &#8220;Beides.&#8221;<br
/> &#8220;Ja, gerne.&#8221;<br
/> &#8220;Zucker ist da v&#8230;&#8221;<br
/> &#8220;Vorne, ich weiß, danke.&#8221;<br
/> &#8220;Komm gut heim, Garb, komm gut heim.&#8221;<br
/> &#8220;Ich geh gar nicht heim, i&#8230;&#8221;<br
/> &#8220;Treff mich noch mit dem Dünnen?&#8221;</p><p>Plötzlich war das Mädchen der Dünne, das Café war die Bar, Garbor war das Mädchen, der Zucker war im Kaffeepulver und beide prosteten Garbor zu, der hinter der Bar stand und Gläser putzen wollte. Jetzt musste er mit den beiden Russisch Koks trinken, das hatte er davon. Er konnte dem Dünnen keinen Gefallen ausschlagen. Jedenfalls keinen, der mit Grasovka zu tun hatte. Wo gabelte dieser Kerl nur immer die Mädchen auf. Und keines von denen hatte er jemals einen Satz mit mehr als fünf Wörtern sprechen hören. Nur so freundliche Floskelscheiße wie &#8220;Ja, gerne.&#8221; und &#8220;Quatsch!&#8221; oder &#8220;Hahaha, Du bist aber witzig.&#8221;</p><p>Garbor schlug dem Dünnen mit der Flasche mitten ins Gesicht und fiel vom Tresen. Er kippte zur Seite und schlug mit dem Kopf sanft auf das Kissen auf. Er blutete aus der Nase und fuhr sich mit dem Handrücken über die schweißnasse Stirn, stand auf und setzte sich vor den geöffneten Eisschrank. Er buddelte die Erbsen zur Seite, die Kartoffelsuppe und Shrimps, bis er die Flasche mit dem Kaffee fand. Er nahm einen großen Schluck, zog sich den Bademantel über und ging auf den Balkon. Der Dünne legte seinen Arm um ihn und flüsterte ihm ins Ohr:</p><p>&#8220;Du musst jetzt wirklich los, Garbor, es wird Zeit.&#8221;<br
/> &#8220;Ich weiß nicht, ob ich das schaffe&#8230; ich&#8221;</p><p>Doch da stand der Dünne bereits in der Gondel des Heißluftballons und winkte ihm. Er trank die Flasche Grasovka aus und wischte sich die restlichen Scherben aus dem Haar, während der Ballon langsam an Höhe gewann. Garbor lächelte leise vor sich hin, während er sich größte Mühe gab, sich nicht an morgen zu erinnern.</p> <audio
id="wp_mep_1" controls="controls" type="audio/mp3" src="http://www.210879.com/wp-content/uploads/2012/01/Tua-01-Raus.mp3" preload="none" class="mejs-player " data-mejsoptions='{"features":["playpause","current","progress","duration","volume","tracks","fullscreen"],"audioWidth":400,"audioHeight":30}'> <object
width="400" height="30" type="application/x-shockwave-flash" data="http://www.210879.com/wp-content/plugins/media-element-html5-video-and-audio-player/mediaelement/flashmediaelement.swf"><param
name="movie" value="http://www.210879.com/wp-content/plugins/media-element-html5-video-and-audio-player/mediaelement/flashmediaelement.swf" /><param
name="flashvars" value="controls=true&amp;file=http://www.210879.com/wp-content/uploads/2012/01/Tua-01-Raus.mp3" /> </object> </audio> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.210879.com/2012/01/komm-gut-heim/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> <enclosure
url="http://www.210879.com/wp-content/uploads/2012/01/Tua-01-Raus.mp3" length="8277056" type="audio/mpeg" /> </item> <item><title>Deine Mutter hatte nichts dagegen — Absynth 62</title><link>http://www.210879.com/2012/01/deine-mutter-hatte-nichts-dagegen-absynth-62/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=deine-mutter-hatte-nichts-dagegen-absynth-62</link> <comments>http://www.210879.com/2012/01/deine-mutter-hatte-nichts-dagegen-absynth-62/#comments</comments> <pubDate>Mon, 16 Jan 2012 20:43:01 +0000</pubDate> <dc:creator>Klaus Feratu</dc:creator> <category><![CDATA[Fanstasien in Absynth]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.210879.com/?p=1073</guid> <description><![CDATA[Mit einem Gastauftritt versehen startet das Trio mit acht Fäusten in diese Kalenderwoche und bietet künstliche Hüftgelenke zum Sonderpreis. Länger wachbleiben um dies zu lesen? Deine Mutter hätte nichts dagegen!]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Mit einem Gastauftritt versehen startet das Trio mit acht Fäusten in diese Kalenderwoche und bietet künstliche Hüftgelenke zum Sonderpreis. Länger wachbleiben um dies zu lesen? Deine Mutter hätte nichts dagegen!</p> <audio
id="wp_mep_2" controls="controls" type="audio/mp3" src="http://www.210879.com/wp-content/uploads/2012/01/Chopstix_Murphy-Fanstasien_In_Absynth_Vol_62.mp3" preload="none" class="mejs-player " data-mejsoptions='{"features":["playpause","current","progress","duration","volume","tracks","fullscreen"],"audioWidth":400,"audioHeight":30}'> <object
width="400" height="30" type="application/x-shockwave-flash" data="http://www.210879.com/wp-content/plugins/media-element-html5-video-and-audio-player/mediaelement/flashmediaelement.swf"><param
name="movie" value="http://www.210879.com/wp-content/plugins/media-element-html5-video-and-audio-player/mediaelement/flashmediaelement.swf" /><param
name="flashvars" value="controls=true&amp;file=http://www.210879.com/wp-content/uploads/2012/01/Chopstix_Murphy-Fanstasien_In_Absynth_Vol_62.mp3" /> </object> </audio> <a
href='http://www.210879.com/2012/01/deine-mutter-hatte-nichts-dagegen-absynth-62/absynth_62_main/' title='absynth_62_main'><img
width="800" height="600" src="http://www.210879.com/wp-content/uploads/2012/01/absynth_62_main.jpg" class="attachment-full" alt="absynth_62_main" title="absynth_62_main" /></a> <a
href='http://www.210879.com/2012/01/deine-mutter-hatte-nichts-dagegen-absynth-62/apfel_01-10/' title='apfel_01'><img
width="800" height="600" src="http://www.210879.com/wp-content/uploads/2012/01/apfel_018.jpg" class="attachment-full" alt="apfel_01" title="apfel_01" /></a> <a
href='http://www.210879.com/2012/01/deine-mutter-hatte-nichts-dagegen-absynth-62/focks_001-6/' title='focks_001'><img
width="800" height="600" src="http://www.210879.com/wp-content/uploads/2012/01/focks_0014.jpg" class="attachment-full" alt="focks_001" title="focks_001" /></a> <a
href='http://www.210879.com/2012/01/deine-mutter-hatte-nichts-dagegen-absynth-62/goldene_1-10/' title='goldene_1'><img
width="800" height="600" src="http://www.210879.com/wp-content/uploads/2012/01/goldene_19.jpg" class="attachment-full" alt="goldene_1" title="goldene_1" /></a> <a
href='http://www.210879.com/2012/01/deine-mutter-hatte-nichts-dagegen-absynth-62/mikko_01-2/' title='mikko_01'><img
width="800" height="600" src="http://www.210879.com/wp-content/uploads/2012/01/mikko_011.jpg" class="attachment-full" alt="mikko_01" title="mikko_01" /></a> <a
href='http://www.210879.com/2012/01/deine-mutter-hatte-nichts-dagegen-absynth-62/apfel_02-9/' title='apfel_02'><img
width="800" height="600" src="http://www.210879.com/wp-content/uploads/2012/01/apfel_027.jpg" class="attachment-full" alt="apfel_02" title="apfel_02" /></a> <a
href='http://www.210879.com/2012/01/deine-mutter-hatte-nichts-dagegen-absynth-62/focks_002-6/' title='focks_002'><img
width="800" height="600" src="http://www.210879.com/wp-content/uploads/2012/01/focks_0024.jpg" class="attachment-full" alt="focks_002" title="focks_002" /></a> <a
href='http://www.210879.com/2012/01/deine-mutter-hatte-nichts-dagegen-absynth-62/goldene_2-10/' title='goldene_2'><img
width="800" height="600" src="http://www.210879.com/wp-content/uploads/2012/01/goldene_29.jpg" class="attachment-full" alt="goldene_2" title="goldene_2" /></a> <a
href='http://www.210879.com/2012/01/deine-mutter-hatte-nichts-dagegen-absynth-62/mikko_02-2/' title='mikko_02'><img
width="800" height="600" src="http://www.210879.com/wp-content/uploads/2012/01/mikko_021.jpg" class="attachment-full" alt="mikko_02" title="mikko_02" /></a> <a
href='http://www.210879.com/2012/01/deine-mutter-hatte-nichts-dagegen-absynth-62/apfel_03-10/' title='apfel_03'><img
width="800" height="600" src="http://www.210879.com/wp-content/uploads/2012/01/apfel_038.jpg" class="attachment-full" alt="apfel_03" title="apfel_03" /></a> <a
href='http://www.210879.com/2012/01/deine-mutter-hatte-nichts-dagegen-absynth-62/apfel_04-10/' title='apfel_04'><img
width="800" height="600" src="http://www.210879.com/wp-content/uploads/2012/01/apfel_048.jpg" class="attachment-full" alt="apfel_04" title="apfel_04" /></a> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.210879.com/2012/01/deine-mutter-hatte-nichts-dagegen-absynth-62/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> <enclosure
url="http://www.210879.com/wp-content/uploads/2012/01/Chopstix_Murphy-Fanstasien_In_Absynth_Vol_62.mp3" length="3659050" type="audio/mpeg" /> </item> <item><title>Licht aus, jetzt wird angemacht — Absynth 61</title><link>http://www.210879.com/2012/01/licht-aus-jetzt-wird-angemacht-absynth-61/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=licht-aus-jetzt-wird-angemacht-absynth-61</link> <comments>http://www.210879.com/2012/01/licht-aus-jetzt-wird-angemacht-absynth-61/#comments</comments> <pubDate>Sun, 08 Jan 2012 21:16:34 +0000</pubDate> <dc:creator>Klaus Feratu</dc:creator> <category><![CDATA[Fanstasien in Absynth]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.210879.com/?p=970</guid> <description><![CDATA[Ein Neues Jahrtausend voller Schmuddelbilder. Jetzt auch musikalisch untermalt von unserem Hofmusiker Marco Glienke a.k.a. Chopstix Murphy!]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Ein Neues Jahrtausend voller Schmuddelbilder. Jetzt auch musikalisch untermalt von unserem Hofmusiker Marco Glienke a.k.a. Chopstix Murphy!</p> <audio
id="wp_mep_3" controls="controls" type="audio/mp3" src="http://www.210879.com/wp-content/uploads/2012/01/Chopstix_Murphy-Fanstasien_In_Absynth_Vol_61.mp3" preload="none" class="mejs-player " data-mejsoptions='{"features":["playpause","current","progress","duration","volume","tracks","fullscreen"],"audioWidth":400,"audioHeight":30}'> <object
width="400" height="30" type="application/x-shockwave-flash" data="http://www.210879.com/wp-content/plugins/media-element-html5-video-and-audio-player/mediaelement/flashmediaelement.swf"><param
name="movie" value="http://www.210879.com/wp-content/plugins/media-element-html5-video-and-audio-player/mediaelement/flashmediaelement.swf" /><param
name="flashvars" value="controls=true&amp;file=http://www.210879.com/wp-content/uploads/2012/01/Chopstix_Murphy-Fanstasien_In_Absynth_Vol_61.mp3" /> </object> </audio> <a
href='http://www.210879.com/2012/01/licht-aus-jetzt-wird-angemacht-absynth-61/absynth_61_cover/' title='absynth_61_cover'><img
width="675" height="900" src="http://www.210879.com/wp-content/uploads/2012/01/absynth_61_cover.jpg" class="attachment-full" alt="absynth_61_cover" title="absynth_61_cover" /></a> <a
href='http://www.210879.com/2012/01/licht-aus-jetzt-wird-angemacht-absynth-61/apfel_01-9/' title='apfel_01'><img
width="675" height="900" src="http://www.210879.com/wp-content/uploads/2012/01/apfel_017.jpg" class="attachment-full" alt="apfel_01" title="apfel_01" /></a> <a
href='http://www.210879.com/2012/01/licht-aus-jetzt-wird-angemacht-absynth-61/focks_01-4/' title='focks_01'><img
width="675" height="900" src="http://www.210879.com/wp-content/uploads/2012/01/focks_013.jpg" class="attachment-full" alt="focks_01" title="focks_01" /></a> <a
href='http://www.210879.com/2012/01/licht-aus-jetzt-wird-angemacht-absynth-61/goldene_1-9/' title='goldene_1'><img
width="675" height="900" src="http://www.210879.com/wp-content/uploads/2012/01/goldene_18.jpg" class="attachment-full" alt="goldene_1" title="goldene_1" /></a> <a
href='http://www.210879.com/2012/01/licht-aus-jetzt-wird-angemacht-absynth-61/apfel_02-8/' title='apfel_02'><img
width="675" height="900" src="http://www.210879.com/wp-content/uploads/2012/01/apfel_026.jpg" class="attachment-full" alt="apfel_02" title="apfel_02" /></a> <a
href='http://www.210879.com/2012/01/licht-aus-jetzt-wird-angemacht-absynth-61/focks_02-4/' title='focks_02'><img
width="675" height="900" src="http://www.210879.com/wp-content/uploads/2012/01/focks_023.jpg" class="attachment-full" alt="focks_02" title="focks_02" /></a> <a
href='http://www.210879.com/2012/01/licht-aus-jetzt-wird-angemacht-absynth-61/goldene_2-9/' title='goldene_2'><img
width="675" height="900" src="http://www.210879.com/wp-content/uploads/2012/01/goldene_28.jpg" class="attachment-full" alt="goldene_2" title="goldene_2" /></a> <a
href='http://www.210879.com/2012/01/licht-aus-jetzt-wird-angemacht-absynth-61/apfel_03-9/' title='apfel_03'><img
width="675" height="900" src="http://www.210879.com/wp-content/uploads/2012/01/apfel_037.jpg" class="attachment-full" alt="apfel_03" title="apfel_03" /></a> <a
href='http://www.210879.com/2012/01/licht-aus-jetzt-wird-angemacht-absynth-61/goldene_3-9/' title='goldene_3'><img
width="675" height="900" src="http://www.210879.com/wp-content/uploads/2012/01/goldene_38.jpg" class="attachment-full" alt="goldene_3" title="goldene_3" /></a> <a
href='http://www.210879.com/2012/01/licht-aus-jetzt-wird-angemacht-absynth-61/apfel_04-9/' title='apfel_04'><img
width="675" height="900" src="http://www.210879.com/wp-content/uploads/2012/01/apfel_047.jpg" class="attachment-full" alt="apfel_04" title="apfel_04" /></a> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.210879.com/2012/01/licht-aus-jetzt-wird-angemacht-absynth-61/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>1</slash:comments> <enclosure
url="http://www.210879.com/wp-content/uploads/2012/01/Chopstix_Murphy-Fanstasien_In_Absynth_Vol_61.mp3" length="7575917" type="audio/mpeg" /> </item> <item><title>Mut in seiner reinsten Form</title><link>http://www.210879.com/2011/12/mut-in-seiner-reinsten-form/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=mut-in-seiner-reinsten-form</link> <comments>http://www.210879.com/2011/12/mut-in-seiner-reinsten-form/#comments</comments> <pubDate>Fri, 16 Dec 2011 12:55:20 +0000</pubDate> <dc:creator>Klaus Feratu</dc:creator> <category><![CDATA[Vermin Diaries]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.210879.com/?p=721</guid> <description><![CDATA[Garbor saß auf dem Stuhl, den er sich selber mitgebracht hatte. Er hasste es, wenn er in der Tram stehen musste. Stehen war etwas für alte Leute, besonders welche, die den Krieg noch mitbekommen hatten. Davon gab es nicht mehr]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Garbor saß auf dem Stuhl, den er sich selber mitgebracht hatte. Er hasste es, wenn er in der Tram stehen musste. Stehen war etwas für alte Leute, besonders welche, die den Krieg noch mitbekommen hatten. Davon gab es nicht mehr besonders viele. Naja, wie dem auch sei, Garb saß jedenfalls auf seinem La Marie Stuhl von Phillipe Starck und schälte eine Mandarine. Er mochte den Geruch, der beim Schälen entstand, er mochte es, wie seine Finger danach rochen, aber die Mandarine aß er nie. Er sah das schöne Mädchen erst auf den zweiten Blick und bemerkte wie sie ihn anlächelte. Er überlegte erst noch die Mandarine zu ende zu schälen, stand dann aber auf und legte sie auf den Stuhl. Das hätte ein sehr schönes Hipster-Foto abgegeben — &#8220;Alleingelassene Mandarine in Tram/ Ich musste es tun&#8221; schrieb er in Gedanken unter das Foto, was innerhalb von 3 Tagen 714 Mal auf Tumblr reposted werden würde. Er nahm seinen ganzen Mut zusammen und ging zu dem Mädchen hinüber und sprach sie an:</p><p>&#8220;Hallo, ich bin Garbor, ich bin Erfinder.&#8221;<br
/> &#8220;Ach, Erfinder? Ich bin Annalenamarieluise. Was erfindest Du denn so?&#8221;<br
/> &#8220;Dich.&#8221;</p><p>Garbor saß auf seinem Stuhl unter der Brücke und las die nächste Seite in seinem selbstverfassten Ratgeber &#8220;Wie man vollkommen normal erscheint&#8221; und schüttelte die Mandarinenschalen von seinem Parka. &#8220;Auf nach Mitte, Garbor, auf nach Mitte, es gibt so viel zu entdecken&#8221;, wollte er gerade denken, aber dann kam das Mädchen aus der Tram um die Ecke, winkte ihm zu und stand auf einmal direkt hinter ihm.</p><p>&#8220;Was erfindest Du wirklich, Garbor?&#8221;<br
/> &#8220;Mich.&#8221;</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.210879.com/2011/12/mut-in-seiner-reinsten-form/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Der Nibbler überlistet das Wochenende</title><link>http://www.210879.com/2011/10/der-nibbler-uberlistet-das-wochenende/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=der-nibbler-uberlistet-das-wochenende</link> <comments>http://www.210879.com/2011/10/der-nibbler-uberlistet-das-wochenende/#comments</comments> <pubDate>Thu, 27 Oct 2011 15:30:28 +0000</pubDate> <dc:creator>Klaus Feratu</dc:creator> <category><![CDATA[Vermin Diaries]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.210879.com/?p=710</guid> <description><![CDATA[Ein Führwahr aus Gedanken und Pommes (also irgendwas mit Kartoffel, der Nibbler ist Deutscher) umkreisten den Nibbler.  Er wusste heute schon das er morgen wissen würde, das er übermorgen spüren würde, was er gestern (aus Sicht von überübermorgen) für einen]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Ein Führwahr aus Gedanken und Pommes (also irgendwas mit Kartoffel, der Nibbler ist Deutscher) umkreisten den Nibbler.  Er wusste heute schon das er morgen wissen würde, das er übermorgen spüren würde, was er gestern (aus Sicht von überübermorgen) für einen Kater habenhattewürde. Der Nibbler verwirrte sich selbst am liebsten und dazu noch unangekündigt. Es musste daher auf steilem Wege nach Wochenende gehen, so viel war klar. Denn ansonsten war er nicht so nebulös, nicht so unglaublich aufgedreht von seiner Müdigkeit und nicht so sehr er selbst. Er nestelte (was für ein schönes Wort, obschon (was für ein schönes Wort) es nichts mit einem Vogel zu tun hatte) eine Zigarette aus seinem Turnbeutel und machte die neue Hiob Platte an. Es lief der Anis-Kryptonit-Part und er (der Nibbler, nicht der Part) zündete sich die Flasche Ouzo an. Der Rauch vernebelte die Gorillas, der Nibbler warf sich auf den Boden und tat in untertäniger Geste als würde er Blätter essen. Mit einem lauten Knall war es Montag und das Konto war wieder ratzekahl getrunken. Erfolg kann man eben auch in Dioptrien messen. Ich meine Promille. Danke Mikko!</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.210879.com/2011/10/der-nibbler-uberlistet-das-wochenende/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> <item><title>Der Dünne am Strand</title><link>http://www.210879.com/2011/10/der-dunne-am-strand/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=der-dunne-am-strand</link> <comments>http://www.210879.com/2011/10/der-dunne-am-strand/#comments</comments> <pubDate>Wed, 19 Oct 2011 16:13:52 +0000</pubDate> <dc:creator>Klaus Feratu</dc:creator> <category><![CDATA[Vermin Diaries]]></category> <guid
isPermaLink="false">http://www.210879.com/?p=700</guid> <description><![CDATA[Der Dünne stand am Strand. Sicherlich drei Tage. Eventuell auch drei Wochen, jedenfalls hatte er einen immensen Bart bekommen. Er hatte eine kalte Dose Seven-Up in der Hand, die einfach nicht alle werden wollte. Die Wellen kamen langsam daher und]]></description> <content:encoded><![CDATA[<p>Der Dünne stand am Strand. Sicherlich drei Tage. Eventuell auch drei Wochen, jedenfalls hatte er einen immensen Bart bekommen. Er hatte eine kalte Dose Seven-Up in der Hand, die einfach nicht alle werden wollte. Die Wellen kamen langsam daher und umspülten seine Gelenke mit allerlei grünbraunem Gestrüpp und von Kodein eingelullten Gedanken. Die Dose Seven-Up hatte sich in eine Flasche Southern Comfort verwandelt und der Dünne saß auf einem hellgrauen Sofa. Das Sofa Stand in einem Zimmer. Das Zimmer hatte sehr hohe Decken, einen quer durch das Zimmer laufenden Balken von dem ein wunderschöner, filigraner Leuchter hing. Von diesem Leuchter baumelte, mit ganz seichten Bewegungen, der Nibbler. Garbor konnte mit dem reich verzierten Gehstock, den er in seiner mit Siegelringen verzierten rechten Hand hielt, den Nibbler immer wieder ein bisschen anstuppsen.</p><p><span
id="more-700"></span></p><p>&#8220;Warum machste das, Garb?&#8221;, fragte der Dünne.<br
/> &#8220;Das knarzen des Balkens beruhigt mich&#8221;, antwortete dieser nach kurzem Zögern.<br
/> &#8220;Ja, und mich macht es wahnsinnig&#8221;, murmelte der Dünne.<br
/> &#8220;Ab an den Strand mit Dir, Du Schwachmat.&#8221;, brüllte Garbor diesen an.<br
/> &#8220;Kann ich noch ne Seven-Up?&#8221;, fragte der Dünne.<br
/> &#8220;Pffff.&#8221;</p><p>Am Strand stand der Dünne seit keiner Viertelstunde, als das Wasser auf einmal aufhörte sich zu bewegen. Die Gedanken hatten den Southern Comfort träge gemacht, der Southern Comfort hatte ihn träge gemacht, er hatte die Gedanken in eine Seven-Up verwandelt, der Nibbler war sicherlich schon kalt. Garbor war eh immer kalt und er konnte kalten Southern Comfort nicht ausstehen. Alkohol musste lauwarm sein, dann schmeckte er wenigstens nicht. Wenn er zu gut schmeckete trank der Dünne zu viel und das brachte das Wasser immer zum Aufhören. Das konnte unterschiedliche Ausprägungen haben. Meistens hörte es aber einfach auf. Und dann stand es unmotiviert in der Gegend rum. Nur dazu waren ja eigentlich Menschen gemacht und nicht Wasser. Er goß die Seven-Up ins Wasser, das sich schlagartig wieder anfing zu bewegen. Kurz darauf tauchte der Nibbler aus dem Wasser auf, Garbor auf den Schultern, beide mit einem seltsamen Grinsen im Gesicht.</p><p>&#8220;Ey, Dünner&#8221;, sagten sie unisono, &#8220;lass was trinken gehen.&#8221;<br
/> &#8220;Pfff.&#8221;</p> ]]></content:encoded> <wfw:commentRss>http://www.210879.com/2011/10/der-dunne-am-strand/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>0</slash:comments> </item> </channel> </rss>
<!-- Dynamic page generated in 0.780 seconds. -->
<!-- Cached page generated by WP-Super-Cache on 2012-05-04 17:43:39 -->
<!-- Compression = gzip -->
