Wasserfalle

Ein Wasserfall klingt eigentlich gar nicht wie Wasser. Jedenfalls nicht wie gewühnliches Wasser. Nicht wie ein Pool, nicht wie eine Dusche, eine Spülung. Nicht wie Brandung, die Nachts tosend nach dir schnappt. Nicht wie Regen, wie Tränen, wie Püftzen voll Gedanken, die doch weggespült werden. 

Es ist also mehr das Fallen, das den Unterschied macht. 

Zack-Zack und Zapp-Zerapp.
Keine Zeit mehr, viel zu knapp.
Haare hoch und Hände ab.

Wie Wasser fall ich in Fallen rein.
Schwerlos, s könnt kaum klarer sein.

Zack-Zack und Zapp-Zerapp.
Einmal schlafen noch, dann geht’s ab.

Augen zu und Zug um Zug —
Lug und Trug und nie genug.
Wie Wasser fall ich auf mich selber rein.
Wie dumm, kann niemals klar ich sein.

Halt den Atem an, sags mir ins Gesicht.
Wer einmal stirbt, dem glaubt man nicht.

 

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